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Der Herr der Ringe / Die Rückkehr des Königs - Filmkritik


(Artikel vom 17.12.2003)

So, nun ist es endlich soweit. Die Filmtrilogie ist zu ihrem Abschluss gekommen. Und der letzte Teil ist von seiner visuellen Intensität tatsächlich enorm.

Leider aber nur von Bildern und Effekten her. Dass große Teile von Buch 5 & 6 von Der Herr der Ringe nicht verfilmt werden konnten, war von Anfang an klar und dass wieder einige Änderungen der Handlung vorgenommen wurden, war nach den ersten beiden Teilen zu erwarten. Tatsächlich sind die wirklichen Änderungen einzelner Szenen des Films im Vergleich mit dem Buch eher gering. Aber was da alles weggelassen wurde zugunsten von noch mehr Schlachtszenen und noch mehr Gemetzel! Der tausendste mehr oder weniger originell zerstückelte Ork wirkt halt irgendwann nur noch ermüdend.
Dafür fehlen einige wichtige Schlüsselszenen. So streift sich im Film Sam nie den Ring über, es gibt keinen Stein von Erech, etc. Die Liste ist lang fortsetzbar. Dem stehen dafür eine prachtvolle Kulisse, gigantische Massenszenen und umwerfende Effekte gegenüber. Das kann einen Film tragen, tut es hier auch und ist alles wirklich sehenswert. Die Belagerung von Minas Tirith ist grandios. Die eigentliche Geschichte wurde aber zunichte gemacht mit einem Finale, das von der Handlung her kaum noch etwas bietet.
Peter Jackson hat über alle drei Filme hinweg die Geschichte nach Belieben abgeändert, wichtiges weggelassen und neues, zum Teil unpassendes, hinzugedichtet. Das war alles verzeihlich, man konnte darüber hinwegsehen, da doch sehr unterhaltsame Filme dabei herauskamen. Die Änderung, der nun aber die zentrale Szene unterliegt, wie der Ring ins Feuer geht, ist schon ein starkes Stück, hier wird das Finale durch völlig unsinnige Theatralik wirklich versaut. Von der Kraft und Macht, welche die entsprechende Stelle im Buch ausstrahlt, kommt hingegen gar nichts zur Geltung. Auch bedingt dadurch, dass man von der Wanderung durch Mordor vorher so gut wie nichts mitbekommt.
Was im Film dann noch folgt ist Kitsch in Reinkultur, wiederum in sehr schönen Bildern.
Ein Fazit: seht euch den Film an, er ist schön gemacht und bietet einiges fürs Auge. Und dann vergesst ihn wieder. Für die beiden Vorgängerfilme ist das besser, auch wenn der zweite Teil einige der negativen Tendenzen, die im dritten bis zum Abwinken ausgereizt werden, vorwegnimmt. Der erste Teil bleibt der überzeugendste. Und Christopher Tolkien ist wohl zurecht unglücklich mit der Verfilmung, sein Vater wäre wohl, vor allem über diesen dritten Film, sehr verärgert gewesen.

Epilog: bereits in den Fünfziger Jahren gab es Pläne, den Herr der Ringe zu verfilmen. Es wurde ein Drehbuch angefertigt, bei dem große Teile der Geschichte ohne Anzeichen für deren Verständnis abgeändert wurden. Tolkiens Kommentar dazu ist höchst interessant, vor allem in Bezug auf die jetzige Verfilmung.
Nachzulesen in J.R.R. Tolkien - Briefe.

17.12.2003 Smaug

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