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Der Herr der Ringe / Die Zwei Türme - Filmkritik


(Artikel vom 18.12.2002)

Nach langer Wartezeit ist nun endlich der zweite Teil 'Die Zwei Türme' zu sehen. Und das Warten hat sich gelohnt. Auch wenn dieser Film ganz anders ist als der Erste.

'Die Zwei Türme' geht noch um einiges freier mit der Buchvorlage um als 'Die Gefährten'. Einige der Handlungsabläufe wurden zeitlich stark verändert und vieles wurde hinzugefügt oder weggelassen. Negativ wirkt sich das aber glücklicherweise nicht aus, die Handlung ist stimmig und der Film ist auf jeden Fall unglaublich spannend.
Der Film ist schneller und intensiver als 'Die Gefährten'. Die Handlung verkompliziert sich, verläuft auf mehreren Ebenen, gleichzeitig wird der Handlungsschauplatz enger. Es ist jetzt nicht mehr eine Reise von A nach B wie in Teil Eins, es werden die Verwirrungen eines beginnenden Krieges gezeigt.
Am beeindruckendsten ist die Darstellung von Gollum. Dieser wurde komplett computergeneriert. So etwas gab es auch schon in anderen Filmen häufig, Gollum weist aber einen starken, eigensinnigen Charakter auf, wie eigentlich, so hätte man vorher vermuten können, nur ein brillanter Schauspieler überzeugend wiederzugeben vermocht hätte. Umso erstaunlicher daher, was die Tricktechniker mit ihm gemacht haben. Allein Gollum würde den Film sehenswert machen, wäre da nicht noch so viel mehr.
Überragend sind wiederum die Landschaftsaufnahmen, die einen erneut zu dem Schluß bringen, man sollte einmal Neuseeland besuchen. Aber was diese Welt zu Mittelerde macht sind natürlich die Kulturen, denen man begegnet, die Leute und Bauten, Wesen und Unwesen. Und hier weiß der Film am stärksten zu beeindrucken. Zum einen die überwältigende Tricktechnik, die die erstaunlichsten Dinge hervorbringt und einen dennoch nie an deren (möglicher) Realität zweifeln läßt. Und dann die tatsächlich für den Film errichteten Gebäude, Türme und Städte, denen man ihre Rolle und lange Geschichte auch wirklich abnimmt. Man muß sich davon mitreißen lassen, so perfekt ist alles gemacht, nicht nur eine Kulisse, sondern etwas eigenes, etwas, hinter dem sich noch viel mehr verbirgt als das, was man sieht.
In den Film wurde ein Teil der Geschichte von Aragorn und Arwen eingebaut, der im Buch nur in den Anhängen zu finden ist. Das ist zum einen gut für die Handlung, gibt einem aber auch Verschnaufpausen in dem Krieg, der nun mit gnadenloser Härte entbrennt. Und dieser ist wirklich sehr brutal und wird auch in aller Ausführlichkeit gezeigt. Vor allem Helms Klamm ist ein Gemetzel sondergleichen, bei dem kein Detail ausgelassen wird und diese Stelle macht auch die Schlüsselszene und einen großen Teil des Films aus. Zimperlich sollte man jedenfalls nicht sein. Das gilt auch für die Totensümpfe, eine der ruhigeren Phasen des Films, wo das Grauen umso mehr Gelegenheit hat, zuzupacken.
Morannon, das Schwarze Tor, ist von erschlagender Imposanz, ebenso wie Barad-dur, von dem man ja schon im ersten Teil einiges gesehen hat. Sehr schön gestaltet wurde Osgiliath, das so im Buch überhaupt nicht vorkommt. Damit zusammen hängt aber auch die größte Schwachstelle: die Umgestaltung der Rolle von Faramir. Faramir wird gut geschauspielert, muß aber eine Rolle annehmen, die der im Buch zum Teil massiv widerspricht, ihn abwertet und einiges an Glaubwürdigkeit nimmt.
Dennoch, der Film kann voll überzeugen, ist ein bildgewaltiges, spannendes Epos, das eine riesige, faszinierende Geschichte weitererzählt.
Man darf gespannt sein auf den dritten und letzten Teil und auf 'Sie'. Sie kann es schaffen, die Kinozuschauer schreiend von ihren Sitzen zu verscheuchen.

18.12.2002 Smaug

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